Sonntag, 17. April 2011

Dinkel-Spelz-Kissen

Heute beschreibe ich euch, wie ich meine Dinkel-Spelz-Kissen mache.
Bilder braucht man dazu eigentlich nicht, kann ich aber gerne machen und nachreichen.

Erstmal eine Info zum Dinkespelz.
Der Spelz ist die äußere Hülle des Dinkelkornes. (Dinkel ist übrigens die älteste Getreideform und die Urform des Weizens)
Man kann ihn in vielen Shops kaufen - gereinigt, wärmebehandelt, relativ staubfrei.
Ich mach es mir ganz einfach und fahre zum Müller im Nachbarort und hole mir einen großen Sack voll. (übrigens auch Körner für Dinkelsäckchen) Natürlich ist der Spelz direkt vom Müller um einiges preiswerter, als in speziellen Shops.
Man muß sich aber auch klar darüber sein, daß man zB mit einer Stauballergie keinen Spelz vom Müller verwenden darf!

Ich finde Dinkelspelzkissen total angenehm und seit ich sie benütze, habe ich nur noch selten Nackenverspannungen. Der Spelz paßt sich wunderbar dem Nacken und Kopf an und das Rascheln der Hülsen finde ich herrlich beruhigend.
Ich wärme es übrigens nicht auf, wenn ich es nachts als "normales" Kissen benutze.
Wenn ich mal irgendwo anders bin und habe mein Kissen vergessen, schlafe ich unter Garantie nicht so gut...

Ein aufgewärmtes Kissen hält die Wärme auch relativ lange und tut gut bei Erkältung, Verspannung, Rheuma und allem was Wärme mag.

Für ein Kissen 40 x 40cm braucht man:
Inlett-Stoff, damit sich nichts von den Hülsen rausarbeiten kann.
Baumwollstoff nach Geschmack von kunterbunt bis ganz einfach (Baumwolle sollte es schon sein, damit man es in die Mikrowelle geben kann)
ca. 500g Dinkelspelz (man sagt übrigens auch Spreu dazu - ihr kennt ja bestimmt das Sprichwort "die Spreu vom Weizen trennen")

Zuerst nähe ich die Baumwollhülle. Und wieder mit Blick auf die Mikro, bekommt es einen Hotelverschluß.
Dann kommt das Inlett dran. Ich lasse ein ungefähr 15cm großes Stück in einer der Nähte offen. Da durch wird das Inlett gewendet und dort wird der Pelz eingefüllt.
Dazu drehe ich mir aus Zeitung einen Trichter und fülle es dadurch ein. So hält sich die Schweinerei in Grenzen ;-))
Diese Naht wird dann einfach mit der Maschine geschlossen.

Das war es auch schon!
Von Zeit zu Zeit sollte man den Spelz austauschen. Das kommt dann drauf an, wie häufig das Kissen benutzt wird und wie sehr man schwitzt.
Ich tausche in meinem Kissen den Spelz so ca. alle 10 Monate aus.
Aber man merkt es auch - der Spelz wird "weniger", also seine Fülle geht verloren und er fühlt sich irgendwie "klumpig" an. Und er raschelt nicht mehr!

Das Aufwärmen in der Mikrowelle - da scheiden sich wohl die Geister...
Ich wärme es immer in der Mikrowelle auf.
Bei 600 Watt - knappe 1,5 Minuten. So wärme ich meine Kissen auf.
Immer schön dabei bleiben ist natürlich unabdingbar, aber ich lasse die Micro sowieso nie unbeaufsichtigt laufen!
Es kann eigentlich bei sachgemäßem Gebrauch nicht brennen! Wenn es wirklich soweit kommen sollte, war die Wattzahl zu hoch, die Aufwärmzeit einfach zu lange oder andere Bedienungsfehler der Grund!
Bei mir hat noch kein einziges Kissen gebrannt!

In den Backofen legen würde ich es nicht, weil so ein Backofen ja Unmengen von Strom verbraucht!
Im Sommer kann man es auch in die Sonne legen, aber das dauert sehr lange, bis es durch und durch warm ist.

Probiert es einfach mal aus. Ich garantiere euch, ihr werdet es lieben!
Und wenn ihr richtig damit, bzw. mit der Mikro, umgeht, passiert auch nichts!

Viel Spaß beim nachnähen und in den Schlaf rascheln lassen.


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