Freitag, 5. Oktober 2012

Schneller Walk-Schal

Walk ist ein wirklich tolles Material. Sehr leicht zu verarbeiten und sehr vielseitig.
Als ich  diesen wunderschönen bordeauxroten Walk gesehen habe, mußte ich direkt ein Stück davon mitnehmen.

Für einen Schal braucht man ca. 30cm x 150cm.


Da man Walk nicht versäubern muß und ich eine interessante und attraktive Kante haben will, habe ich ihn mit der Wellenklinge im Rollschneider zugeschnitten.



 Zuerst eine Längskante geschnitten, dann 25cm Breite abgemessen und die restlichen Kanten "abgerollt".




 Dann wird die Blüte positioniert.
Ich hab sie genau mittig der Länge nach und von unten nach Gefühl platziert.
Dann die Blütenmitte markiert und diesen mit ca. 3cm festgelegt.
Da der Walk ja eher ein bischen derb ist, dürfen die Blüten ruhig ein bischen größer sein!
Von der Mitte aus bei 1,5cm eine Nadel stecken und dann bei 6cm.
Von Markierungsnadel zu Markierungsnadel mit einer spitzen scharfen Schere einen Schlitz schneiden.
Das ganze 8x, daß es einen Stern ergibt.





 Genau passendes Garn nehmen und jeweils zwei Schlitzkanten zusammenheften. (Position des Gehefteten ergibt die Blütenform)
Alle Kanten jeweils paarweise zusammenheften.





 Die erste fertige Blüte




Zwei Blüten




 Der Schal




Viel Spaß beim Nacharbeiten!

Donnerstag, 27. September 2012

Jeans-RV ersetzen

Unsägliche Geschichte das...
Der Jeans Reißverschluß ist kaputt...


 Schon rausgetrennt.


 n diese Jeans mußte ich einen etwas kürzeren RV nehmen, weil die Naht am Ende so unglaublich dick ist, daß wahrscheinlich einige Nadeln ihr Leben dort ausgehaucht hätten und es doch nicht gut ausgesehen hätte...
Ich stecke die Reißverschlüsse zum Einnähen grundsätzlich oben und unten am Übertritt fest, damit sie auch tatsächlich dort landen, wo ich sie haben will.







Zuerst steppe ich den RV geschlossen an.


Nach der Hälfte ungefähr öffne ich ihn und steppe ihn fertig an.


Irgendwie trau ich nie einer einfachen Steppnaht nicht und steppe paralell noch eine Zweite dazu.


 Tja, die Sache mit dem "Zipfelchen" vom RV, das ich früher immer mit festgenäht habe beim Absteppen... Das steck ich jetzt einfach fest...


 Ich mag es gar nicht, wenn die Tasche flüchten will, also muß ich die auch feststecken!


 Jetzt von außen doppelt absteppen!


 Der RV war bei dieser Jeans mit einer doppelten Naht angesteppt. Das mach ich im Normalfall sowieso immer. Es ist leichter, den RV zuerst an das obere Teil des Untertritts zu nähen, dann erst das untere Teil mit annähen.. Da steck ich den Anfang auch immer fest, weil man den RV gerne wegdrückt, wenn man unter das Nähfüßchen will.


Unteres Teil vom Untertritt dazunehmen und steppen.




 Nach ungefähr der Hälfte RV zumachen und so weit, wie möglich runternähen.


Nun kommt das Riegelchen.


Jetzt wird noch der Bund wieder abgesteppt und


Fertig!
Wie als wäre nichts gewesen!

Mittwoch, 26. September 2012

Negativ Applikation

Applikation mal "andersherum" sieht toll aus und ist schnell gemacht.

Der Schnitt ist die Kapuzenjacke der inzwischen von mir heißgeliebten Zwergenverpackung von Farbenmix.


Die Jacke wird aus jeansblauen Fleece und die Applikation in orange.
Mit gewünschtem Motiv auf Papier als Schablone.





Der orangefarbene Stoff wird rechts auf links auf den blauen Fleece gesteckt.



Dann wird das Papiermuster auf den blauen, also auf die rechte Seite, aufgesteckt.





Mit Geradstich umnähen.



 Mit engem ZZ und Applikationsfuß, damit man auch sieht, wo man näht, die vorgenähte Kontur nachnähen.


 


 Jetzt wird erstmal der Kontraststoff zurückgeschnitten. Nicht zu knapp nachschneiden - 0,5cm dürfen ruhig stehen bleiben.
Dazu nehme ich die Applikationsschere, die ist echt eine geniale Erfindung!
 


 So sieht es von der linken Seite aus.
 


 Das ist jetzt das, was am wenigsten Spaß macht... Vor allem, wenn man viele enge Stellen in der Applikation hat.
Erst mit einer scharfen Schere einschneiden, dann mit der Applikationsschere knapp an der ZZ-Naht ausschneiden.
 


Und so sieht das (fast) fertige Ergebnis von rechts aus.
 


 Natürlich darf der kleine Alien oder was immer das für ein Zeitgenosse ist, nicht ohne Gesicht bleiben...
Ich hab es einfach mit der Kreidestift eingezeichnet - den Mund, die Augen und den Arm. Dann mit schwarzen Faden und relativ engem ZZ (ausprobieren, Fleece mag nicht alles) nachgenäht.
 


Und so sieht das fertige Jäckchen von hinten und von vorn aus:





Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr euch gern melden.

Dienstag, 25. September 2012

Der Tasche neues Kleid


"Guck mal - die Tasche *schiffert* auf und ich mag sie doch so gern. Kann man die nicht beziehen?" *ganzbesondersliebguck*...

Hm - können schon, aber ob ich das auch echt will?

Naja, dann guckt mal:
Das ist die Tasche.
Geflochten, relativ steif, fest angetackerte Träger.





Zuerst hab ich sie mal "abgemalt" - das Seitenteil.
Danach das Krumme ausgeglichen, wieder auf die Tasche gelegt - paßt.
Ja und die Träger? Ah, ich weiß, die Seitenteile hören unterhalb der Träger auf und der Beleg wird nach außen gezogen.

Mittelteil gemessen, dann alles zugeschnitten:


Zwei Seitenteile, zwei Belegteile und ein langer Streifen fürs Mittelteil.
Zuerst habe ich alle Teile versäubert.
Danach die Seitenteile ans Mittelteil genäht.



Anprobe
Eine kleine Korrektur war nötig, das Mittelteil war nach oben hin etwas schmäler.

Beleg an die Tasche gesteckt, dabei markiert, wo die Träger sind.
Angenäht und
 dabei den Schlitz für die Träger ausgespart.
 Träger durch den Schlitz ziehen und von Hand mit Matrazenstich zunähen.



Sieht doch ganz gut aus:
 Ein Blick ins Innere:
 Ich hab versucht, immer einen Strang der Zöpfe zu kriegen - das geht in die Finger...
 An der Seiten ging das aber nicht mehr.
Da habe ich dann wie beim Handquilten durchgestochen - das hätte ich mit dem ganzen Beleg machen sollen! Das nächste Mal... 
 Die Tasche in ihrem neuen Kleid:
 Gar nicht schlecht.
Nachmachen ausdrücklich erlaubt!